Er hat eine Geliebte

Eines Tages beginnt er sich zu verändern. Er verhält sich anders, als du es kennst. Am Anfang denkst du noch gar nicht darüber nach. Du hälst es für eine Laune oder eine späte Midlife-Crisis.

 

Die Veränderungen werden deutlicher. Jetzt kannst du sie nicht mehr verleugnen oder

verdrängen. Der Alltag wandelt sich merklich. Er macht immer mehr Dinge, bei denen er dich

ausschließt.


Deine Gedanken springen hin und her. Wenn du ihn darauf ansprichst, leugnet er. Er schaut dich an und du hast das Gefühl, er schaut durch dich durch.


In dir keimt ein schmerzlicher Verdacht: er hat eine Geliebte.


Du beobachtest ihn noch genauer und er wandelt sich in seinem Verhalten und Tun immer mehr.
Wenn du nachfragst, bekommst du keine Antworten.


In dir hämmert der Gedanke: er hat eine Geliebte. 
Sie sitzt mit am Tisch wenn ihr eure Mahlzeiten einnehmt. 
Sie sitzt zwischen euch, wenn ihr auf dem Sofa sitzt und fern schaut. 
Sie geht zwischen euch, wenn ihr einen Spaziergang macht. 
Sie steht neben ihm, wenn ihr beim Einkaufen seid. 

Ihr seid nicht mehr zu zweit. Ihr seid jetzt zu dritt. Der Schmerz bohrt sich tief in dein Herz. Warum nur? Gerade jetzt, wo sie doch die schwierigsten Zeiten ihres Lebens hinter sich haben und ihren wohlverdienten Ruhestand und ihre ungestörte Zweisamkeit genießen wollten?

Eines Tages, als du in Tränen aufgelöst deinen Kopf in deine Hände stützt, kommt er zu dir. Endlich redet ihr miteinander. Du erzählst ihm von deinem Schmerz. Er versteht dich nicht. Er liebt nur dich, aber auch er nimmt jetzt die Veränderungen deutlich wahr. Ihr beschließt einen Arzt aufzusuchen. 

Die Diagnose ist erschütternd. Er ist an Demenz erkrankt. Nicht aufhaltbar, nicht heilbar, endgültig. Das ist der Name seiner Geliebten: Demenz. 

Sie verändert ihn, sie ergreift Besitz von ihm, sie bestimmt sein Leben. Immer stärker. 
Anfangs kann er noch gegensteuern, sich wach und aktiv halten. Mit der Zeit entführt sie ihn mehr und mehr in ihre Welt. Dahin kannst du ihm nicht folgen. Die neue Welt kennt nur er und die alte Welt mit dir entschwindet. 

Hilfe in Anspruch nehmen

Nicht alles im Leben schafft man alleine. Das muss auch niemand. Es gibt Unterstützung und Hilfe in dieser herausfordernden Zeit. 

Nehmen Sie Unterstützung und Hilfe an. 

Mein Angebot an Sie

Als Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen verändert sich ihr Alltag und ihre bisherige Lebensplanung existiert nicht mehr. Nichts ist mehr wie vorher.
Bei dieser Herausforderung durch die einschneidenden Veränderungen kann ich Sie unterstützen. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf.