
Schöne Fotos im Internet. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass es sich um ein mit künstlicher Intelligenz hergestelltes Foto handelt. Aus den vielen Fotos im Netz mit einem zusätzlichen
Filter versehen entsteht ein makelloses neues Foto.
Ist es makellos?
Fehlt da nicht was?
Es fehlt die Natürlichkeit. Die kleinen Unebenheiten und Eigenarten, die das Dargestellte so einzigartig machen.
Was man in einem einzigen Moment wahrnehmen kann bedarf ein wenig Übung
Wenn ich mit offenen Augen durch die Natur gehe und auf die Pflanzen, Tiere, Wolken und das Wetter achte, entdecke ich Erstaunliches. Dann bin ich begeistert von der Vielfalt der Formen, Farben,
Erscheinungen. Ganz ohne künstlichen Filter.
Genau hinschauen ist so einfach und fällt doch so schwer. Manchmal ruft das Echte auch negative Gefühle hervor. Manchmal ist das Echte unbequem. Manchmal berührt das Echte einen lang
unterdrückten Teil von dir.
Selbst beim Blick in den Spiegel wird oft ein unbewusster Filter eingesetzt. Wir sehen, was wir gerade sehen wollen. Die Oberfläche.
Es gibt eine Übung, damit wir uns mehr mit uns selbst verbinden: Schaue dir jeden Tag für cirka
2 Minuten vor dem Spiegel tief in die Augen. Nehme am Anfang dein Gesicht wahr, nimm dann deine Iris wahr und versenke dann deinen Blick konzentriert in deine Pupillen. Es braucht etwas Übung,
was sich bei täglicher „Anwendung“ aber einstellt. Irgendwann siehst du nicht mehr deine Pupillen, sondern erhaschst einen Blick in deine Seele. Mit der Zeit werden deine inneren Dialoge
beginnen. Emotionen können sich zeigen, die du im bewussten Zustand unterdrückst.
Diese Übung hilft dir dabei, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln und dich immer besser selbst zu verstehen.
Die bewusste Wahrnehmung der Natur in allen Jahreszeiten fördert das Eintauchen in ein zyklisches Erleben. Ein Kreislauf von Werden und Vergehen, der sich an den Jahreszeiten, den Mondphasen und
dem Tag/Nacht/Rhythmus orientiert.
Je stärker diese Wahrnehmung trainiert wird, je stärker nehmen wir uns selbst in unserem Werden und Vergehen war. Das kann beispielsweise bewirken, dass wir vor dem Älterwerden die Angst
verlieren, weil wir immer mehr in Einklang mit uns selbst kommen.
Achtsamkeit ist reine Übungssache. Konsequente Handhabung ermöglicht es, auch im stressigen Alltag Momente zu erleben und dem Schönen und Einzigartigem zu begegnen. Da genügen Sekunden.
Der eigene Wille ebnet den Weg. Mit der Zeit wird es so selbstverständlich wie Atmen oder Bewegung. Achtsamkeit bringt so viele neue Erfahrungen und vor allem kann diese Art des Umgangs mit sich
selbst und der Umwelt Ruhe in das eigene Leben bringen. Mehr Klarheit, mehr Gelassenheit.
Probiere es aus, es lohnt sich langfristig
